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D3 - Königshain

PDF Datei Flyer in deutsch, tschechisch und polnisch ?Spurensuche im Land der verschwundenen Berge? Auf den Wegen starker Männer in den Königshainer Bergen

Rundwanderweg durch die Königshainer Berge, eine Tour die nichts auslässt . Wie wandern über Feld- und Waldwege zu geheimnisvollen Orten.

Gehzeit: 7Std.
Weglänge: 17 km
Höhenunterschiede: max Höhe 406 m / Höhenunterschiede leicht zu bewältigen

Startpunkt: Dorfstraße 29, 02829 Königshain

Wegbeschreibung

1. Etappe: vom Königshainer Schloss zum Limasberg

Ausgangspunkt: Parkplatz vor dem Barockschloss.
Wir gehen links am Schloss vorbei Richtung Kirche. Diese lassen wir rechts liegen und wandern auf der Dorfstraße durchs Niederdorf ortsauswärts . Hier findet wir große Vierseithöfe, welche heute von jungen Familien wiederbelebt werden. Am Ortsende biegen wir links auf die Landstraße Richtung Liebstein ein. Bald überqueren wir den ehemaligen Bahndamm, der heute als Radweg und im Winter als Loipe genutzt wird. (1905 wurde für den Abtransport der Steine aus den Königshainer Brüchen der Bahnanschluss Görlitz-Weißenberg angelegt. Der letzte Steinbruch schloss 1975 und leider wurde 1993 die Bahnstrecke aufgehoben.) Vor dem Ort Liebstein biegen wir links auf den Feldweg und wandern durch Reste einer Apfelbaumallee. (In unserer Oberlausitz prägten Obstbaumalleen über Jahrhunderte das Landschaftsbild und das Obst wurde als kostbare Frucht geerntet). Auf halber Strecke entdecken wir rechts ein kleines Schild, welches uns die Geschichte des Limasberges erzählt (ab 1844 wurde der halbe Berg abgetragen und für den Bau des Görlitzer Viaduktes verwendet). Wer sich den kleinen Abstecher auf den Restberg gönnt, landet auf einer lauschigen Ebene. (Zu slawischen Zeiten soll hier im 12./13 Jh. eine Burg gestanden haben. Leider wurden die Baureste während der Steinbrucharbeiten abgetragen.)

2. Etappe: vom Limasberg zum Granitabbaumuseum

Zurück auf dem Feldweg geht es weiter Richtung Wald. Dabei haben wir links einen schönen Blick auf die ehemalige Sommerresidenz des Herrn Gottlob von Schachmann. Im ehemals herrschaftlichen Wald gehen wir auf dem ?Oberen Holzweg? fast geradeaus (links hinter den Bäumen liegt der ?Gutsbruch?). Auf der nächsten großen Waldkreuzung biegen wir rechts in den Schwalbenbergkammweg (Ausschilderung) Richtung Rubelbruch. Wir kommen durch echte Schlangenwaldbereiche (Ringelnattern und Kreuzottern kuscheln sich hier gern unter den warmen Granitsteinen). Vorbei an saftigen Wiesen, auf denen weiße Fleischrinder weiden erreichen wir den Schwalbenberg. Dort befinden sich kleinere Bauernsteinbrüche. Am links liegenden ?Rubelbruch? entdecken wir Wochenendbungalows aus DDR Zeiten. Der Bruch zeichnet sich durch steile Felswände aus. Wenig weiter rechts liegt ein kleiner grüner Bruch, der übervoll von Maiglöckchen gerahmt wird. Bald überqueren wir die Straße nach Thiemendorf, gehen wenige Meter links und dann rechts den Wiesenweg bergauf (Ausschilderung zum Granitabbaumuseum). Am Waldrand lädt ein Rastplatz zum Verweilen ein. Dort genießen wir die schöne Sicht auf das Mitteldorf von Königshain bis Görlitz . Uns gegenüber liegen die Kämpferberge. Nach der Pause gehen wir ca. 50m rechts am Waldrand und dann links in den Wald hinein. Links im Flächennaturschutzdenkmal befinden sich der ?Müllerbruch? und oben darüber das ?Granitabbaumuseum?. Wir steigen zum Museum auf und nehmen uns genügend Zeit für eine Besichtigung.

3. Etappe: vom Granitabbaumuseum zum Totenstein

Vor dem Haupteingang des Museums laufen wir den ausgewiesenen Lehrpfad rechts hoch, über den Werkplatz geradezu weiter bis wir links den ?Thadenbruch? entdecken. Er ist mit ca. 40m Wassertiefe einer der größten Brüche (von den steilen Felsenwänden gemessen ist er sogar ca.80m tief). Hier wurden Uhus angesiedelt. Zurück auf dem Lehrpfad wandern wir weiter, vorbei am ?Hamannbruch?, an der Felsformation ?Kaffeekrug? bis zum ?Totenstein?. Diese Felsformation ist tatsächlich beeindruckend. Sie wurde 1844 vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm der IV zum Naturdenkmal erklärt. Wir umrunden den Felsen und finden linksseitig eine Treppe hinauf auf den sagenumwobenen Stein. Es gibt viele Geschichten und Vermutungen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war dieser Ort Kultstätte, um der Toten zu gedenken. Auch eine Burg soll auf seiner Spitze gestanden haben, Davon könnten die in Fels gehauenen Stufen und eine Vertiefungen im Felsen zeugen. Aber niemand weiß das so genau (war das eine Blutrinne oder doch nur ein stilles Örtchen?)

4. Etappe: vom Totenstein zur Hochsteinbaude

Wir gehen zurück auf den Hauptweg, biegen diesen rechts ein und wandern weiter auf einem von Wildblumen gesäumten Waldweg. Im Wald entdecken wir zwei riesige Ameisenhaufen und laufen weiter bis wir rechts einbiegen zum ?Kuckuckstein?. Auch diese Felsformation scheint ein mystischer Ort zu sein. Durch das Loch im Stein soll am 21.12 zur Wintersonnenwende die Sonne scheinen. Wir gehen ein Stück den Weg zurück um wenig später den ausgewiesenen Pfad rechts zum ?Teufelsstein? zu suchen. In den Königshainer Bergen gab es vor der Steinbruchindustrie einmal über 100 Felsformationen. Der ?Teufelsstein? wurde ebenfalls schon von Friedrich Wilhelm IV zum Naturdenkmal erklärt. Wir umrunden den Felsen und gehen zurück auf den Waldweg Richtung Hochsteinbaude. Dort warten Speisen und kühle Getränke, ein Aussichtsturm und Felsen zum klettern auf uns.

5. Etappe: von der Hochsteinbaude zurück durch Königshain

Hinter der Baude führt ein Pfad bergab (schöner Blick über saftige Wiesen) bis zum Waldrand. Dort gehen wir rechts Richtung Königshain-Oberdorf. Der Weg führt direkt auf die Dorfstraße. Diese biegen wir rechts ein, um nach wenigen Metern wieder rechts den Pfad zum ?Café CaRe? zu suchen. Das dort in eigener Produktion hergestellte Eis und die vielen anderen Leckereien sollte sich kein Wanderer entgehen lassen. In der ausgebauten Scheune genießen wir noch einmal einen letzten Blick auf die harmonische Hügellandschaft . Nach der für Körper und Seele erbaulichen Rast gehen wir zurück auf die Dorfstraße, um rechts weiter in den Ort hinein zu laufen. Da alle Straßen in Königshain ?Dorfstraße? heißen, biegen wir nun links in die K8402, bis zur ersten Straßengabelung und dort rechts in die ?alte? Dorfstraße ein. Wir laufen eine fast nicht befahrene Ortsstraße hinter großen alten Bauernhöfen entlang, an Pferdekoppeln vorbei bis wir wieder auf die K8402 stoßen. Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Parkplatz vor dem Schloss. Bevor wir die Rückfahrt antreten, sollten wir die herrliche Parkanlage genießen. Viel Spaß!

Anfahrt

Anfahrt mit dem PKW zum Parkplatz vor dem Barockschloss Königshain, direkt an der Dorfstraße
? auf der Autobahn A4 bis Abfahrt Niederseifersdorf 92 oder Kodersdorf 93

? Mit den Bahnlinien bis Bahnhof Görlitz siehe unter www.bahn.de Ab Görlitz weiter mit der Buslinie 145. Achtung, diese Linie verkehrt am Wochenende nur als Rufbus.

? Markierte Überregionale Wander-und Radtouren


Wissenswertes über die Region

Diese relativ unbekannte Region überrascht mit vielen Besonderheiten: ? Kleinstes Mittelgebirge Deutschlands ? Kleinstes Naturschutzgebiet, in ihm findet wir das ? älteste Naturdenkmal Deutschlands, den ?Totenstein? (1844 vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm der IV zum Naturdenkmal erklärt) ? verschwundene Bergkuppen in denen wassergefüllte Steinbrüche zum Baden einladen. Hier brach die Steinbruchindustrie zwischen 1844 und 1975 Granitgestein, welches zum Beispiel beim Bau des Görlitzer Neißeviadukts und des Leuchtturmes am Kap Arkona/ Rügen verwendet wurde. dorfmuseum@gmx.de info@museumsverbund-ol.de

Vorstellung des Routenplaners

Anja Köhler ist die Enkeltochter eines ehemaligen Steinbrucharbeiters. kurze Vorstellung: ? 1982 in Görlitz geboren, fuhr in den Ferien oder an den Wochenenden sehr oft mit dem Zug nach Königshain zu den Großeltern ? Anja Köhler studierte in Leipzig Museologie, arbeitete in der Zeit als Praktikantin in Kairo/ Ägyptisches Museum (lebte dort auf einem Hausboot auf dem Nil) ? Während ihres Zweitstudiums ?Kulturmanagement? in Görlitz absolvierte sie zwei Auslandsemester 2006/7 in England/Sheffield und 2008 in Neuseeland/Auckland ? 2010 beendete sie ihre Studien und arbeitet seit dem bei der Schlesisch- Oberlausitzer Museumsverbund gGmbH. ? Mit dem Granitabbaumuseum fühlt sie sich eng verbunden. Dort hängt ein Bild von Ihrem Opa Josef Kozik, dessen einziges Enkelkind sie ist. Besonders gern organisiert sie als Museumspädagogin geologische Rundgänge mit Kindern und sucht mit ihnen Spuren der Steinarbeiter. Sie plant Wanderungen für Gäste, in denen Geschichten über die schwere Arbeit der Steinbrecher nachempfunden, aber auch die Schönheit der Königshainer Berge und deren geologische Besonderheiten gezeigt werden. Sie führt mit einer Freundin Kurse zu traditionellen Handarbeitstechniken im Dorfmuseum Markersdorf durch, da sie befürchten, dass dieses Wissen sonst verloren geht. Trotz all dem Schönen in der Heimat zieht es Anja immer wieder in die Ferne. Regelmäßig reist sie zu Freunden nach England oder quer durch Deutschland. Von ihren Schul- und Studienfreunden ist kaum noch jemand in der Heimat geblieben. Wünsche für ihre Heimat: Anja wünscht sich, dass in ihrer Heimat bald wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Sie und ihre Freunde möchten ihr Können einbringen und dafür eine ausreichende Entlohnung erhalten. Sicher würden dann viele in ihre Heimat zurückkehren.

  • 1. Etappe / Barockschloss Königshain

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    Foto: D.Weidner

    1. Etappe / Barockschloss Königshain
  • 2. Etappe

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    Foto: D.Weidner

    2. Etappe
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    Foto: D.Weidner

  • Rastplatz am Waldrand

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    Foto: D.Weidner

    Rastplatz am Waldrand
  • 3. Etappe Im Granitabbaunuseum

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    Foto: D.Weidner

    3. Etappe Im Granitabbaunuseum
  • Baden in einem der Steinbrüche

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    Foto: D.Weidner

    Baden in einem der Steinbrüche
  • auf dem Totenstein

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    Foto: D.Weidner

    auf dem Totenstein
  • 5. Etappe zurück nach Königstein

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    Foto: D.Weidner

    5. Etappe zurück nach Königstein



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